Hang Gliding – Mit dem Drachen über Interlaken

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Fliegen zu können, davon haben Menschen schon immer geträumt. Wie es sich anfühlt, völlig frei zu sein, wie ein Vogel durch die Luft zu gleiten und die Erde von oben zu sehen konnte ich bereits bei mehreren Paragliding-Flügen Wie etwa am Gardasee machen. Nun musste aber etwas Neues her und so lernte ich „Birdman Bernie“ kennen. Bernie, der eigentlich Bernhard Herrmann heißt, betreibt seit 15 Jahren Hang Gliding Interlaken und bietet dort Tandemflüge mit dem Drachen an.

Birdman Bernie und Ed the Eagle

„Hi guys, are you ready for some action? Here’s a cold beer. Let’s have some fun!“, begrüßt uns Bernie, der gerade seinen Drachen ein Stückchen weiter gelandet hat und zu uns herüber gelaufen kommt. „This is my partner Ed the Eagle and I’m Birdman Bernie and we’re both from Australia. You two have to play Schnickschnackschnuck. The winner of three games will fly with me, the loser is going to fly with Ed.“ Ein bisschen verrückt kommen die beiden schon rüber, wenn man sie das erste Mal sieht, da sind Jörg und ich uns einig. Alles wirkt ein bisschen hektisch, aber klar, das gute Wetter muss ausgenutzt werden. Verständlich. Bernie packt seinen Drachen ein und schnallt ihn auf seien Transporter, dann geht es auch schon los.

Birdman BernieEin kurvige Straße geht es hinauf auf den Beatenberg. Dort befindet sich einer der Startplätze für Hang Glider in der Region. Während der etwa zehnminütigen Fahrt blödeln wir im Bus ordentlich herum. Bernie erzählt, dass seine Oma gerne zur Abwechslung von Bingo-Abenden gerne mal Paragliden geht. Gleitschirm fliegen ist also eher etwas für alte Leute. Hang Gliding, das ist der absolute Kick – das verspricht er uns.

Auf dem Beatenberg angekommen müssen wir die Ausrüstung noch ein paar Meter weiter den Berg hinauf tragen. Auf dem Startplatz herrscht reges Treiben: Viele Paraglider und andere Drachenflieger sind hier oben, denn der Wind steht gut. Bernie erklärt mir, wie der Drachen zusammen gebaut wird und ich helfe ihm dabei. Dann legt er mir meine Montur an und erklärt mir, wie ich mich wann und wo festzuhalten habe. Hört sich alles plausibel an. Das Wichtigste ist allerdings „Run fast and look good“. Das kriege ich hin.

Foto-Party vor dem Flug

Fotoposing am StartDass Ed und Bernie ein bisschen durchgeknallt sind, hatten wir schon festgestellt, aber nun bestätigen sie es beide noch einmal: Während Ich im Hintergrund sehe, wie Ed Jörg immer wieder Kommandos gibt, um ihn zu fotografieren, weist auch Bernie mich an, wie ich mich für seine Fotos zu positionieren habe. Ich soll grimmig schauen, die Faust in den Himmel Strecken und auch ein kleines Video mit Bernie darf nicht fehlen. Dann wird es Zeit für ein gemeinsames Shooting von Jörg und mir und Bernie und Ed finden Gefallen daran, mit uns eine kleine Foto-Show zu veranstalten. „Move like this, point here with your finger, look up here.“ Das Shooting scheint kein Ende mehr zu finden. Dann geht alles ganz schnell.

3, 2, 1 … und Abflug!

„Okay Axel, remember: Run fast and look good. 3, 2, 1, RUN!“ – und Bernie und ich laufen den steilen Hang hinunter. Nach nur drei Schritten heben wir bereits ab. Wir fliegen! Bernie kramt noch ein bisschen an seiner Ausrüstung herum, dann darf auch ich meine Füße auf das dafür vorgesehene Teil an meiner Ausrüstung stellen. Ich liege waagerecht in der Luft, halte Bernie dabei im Arm. Die ersten Zwei bis drei Minuten drehen wir ein paar Kurven am Beatenberg, dann muss Bernie hinüber zum Harder Kulm wechseln, in der Hoffnung, da bessere Thermik vorzufinden.

Am Harder Kulm ist die Luft auch nicht sehr gut und Bernie beschließt, dass wir uns schon mal auf die Landung vorbereiten. Ein paar Minuten schafft er es noch, den Drachen in der Luft zu halten, dann muss er allerdings den Landeplatz anpeilen. Von oben sehe ich eine der Quad-Touren von Daniel’s Funrental, die wir am Vortag unternommen haben. Immer wieder winken Bernie und ich fleißig in die Kamera und Bernie interviewt mich während des Flugs. Dann setzen wir zur Landung an. „You have to do nothing“ ist die Anweisung für mich. Auch das werde ich schaffen. Und mit einem Satz landen wir bäuchlings auf der Landewiese.

Am Boden zerstört

Als wir wieder Boden unter den Füßen haben, gibt’s erst einmal ein High Five und Bernie lässt die Kamera laufen. Dann bemerkt er, dass seine Hupe ein Teil verloren hat. Eigentlich wollte er hupen, aber beim Aufprall muss es die Hupe wohl entzwei gerissen haben. Naja, lieber die Hupe als uns beiden, denke ich mir und wir ziehen den Drachen an seine Parkposition. „You want a beer, man?“, fragt mich Bernie erneut. „And I show you how to jump over the glider, okay?“ Ein letztes Mal gibt’s Anweisungen, wo ich mich hinzustellen habe und was ich auf Kommando tun soll. Dann ist der Trip vorbei.

Bernie und Ed müssen wieder los. Die nächsten Kunden warten bereits, selbstverständlich auch mit einem Bier in der Hand. Während sie Bernie dabei zuschauen, wie er mir meine Gurte auszieht, gibt dieser mir Tipps, wie ich das verletzte Bein zu behandeln habe. Die neuen Kunden schauen sich unschlüssig an. „I’m just joking“, lockert Bernie die Stimmung wieder auf. „Bye guys. Have a nice time in Interlaken“, verabschieden sich Bernie und Ed. Dann Rauschen sie mit den nächsten Kunden im Bus davon.

Wir gönnen uns noch ein Bier und lassen die Erfahrung noch ein bisschen sacken. Jörg und Ed haben ein paar Kunststücke geflogen in mussten daher etwas weiter weg landen. Es gibt also einiges zu erzählen.

Weitere Bilder

Hinweis
Diese Raftingtour wurde uns von Outdoor Interlaken, Interlaken Tourismus und Made in Bern im Rahmen einer Pressereise ermöglicht.

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