Modulares Sheltersystem von The Theory Works

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The Theory Works Modulares Sheltersystem

Ob mit Freunden auf Tour oder alleine unterwegs – jeder freut sich, wenn sich die Schlepperei von Ausrüstung in Grenzen hält. Mit dem neuartigen Sheltersystem von The Theory Works ist genau das möglich. Eine architektonisch überarbeitete Zeltform ermöglicht es, dass der Shelter den Bedürfnissen des Nutzers angepasst und die Einzelteile ggf. auf die Rucksäcke aller Tourpartner verteilt werden kann.

Modulares System

Ob Übernachtung auf dem Campingplatz, am Feuer, im Schnee – die Anforderungen an einen Shelter könnten unterschiedlicher nicht sein. Das haben auch Will Penney und seine Frau Tinka erkannt und haben mit ihrem Sheltersystem frischen Wind auf den Markt geblasen. Mit dem leichten und modularen System verfolgen sie einen völlig neuen Ansatz:

Die einzelnen Single, Double oder Triple Elemente des Shelters stellen die Hauptkomponenten des Systems dar. In drei verschiedenen Größen verfügbar, können sie durch Reißverschlüsse miteinander verbunden werden. Sie bestehen jeweils aus einem großen Dach- und einem kleineren Wandteil. Fügt man mehrere Elemente zusammen, erhält man einen pyramidenförmigen Shelter, der mit Hilfe von zwei verbundenen Trekkingstöcken aufrecht gehalten wird.

Aufbauoptionen des Sheltersystems

So zusammengefügt kann der Shelter offen oder völlig geschlossen und in verschiedenen Größen aufgestellt werden. Und auch hier gibt es wieder verschiedene Optionen, denn man kann den Shelter mit den Seitenwänden so aufbauen, dass er sich den lokalen Gegebenheiten und Wetterverhältnissen anpasst. Die Seitenteile lassen sich als Schneeklappen direkt über dem Boden positionieren oder man kann sie als normale Zeltwand benutzen. Auch lassen sie sich für eine bessere Belüftung aufklappen. Folgende Aufbauoptionen sind möglich:

  1. Vertikale Seitenwände
  2. Seitenwände hochgerollt
  3. Seitenwände auf dem Boden nach innen geklappt
  4. Seitenwände auf dem Boden nach außen geklappt

Dank einer Reihe von Zubehör lässt sich das System weiter auszubauen. So können verschiedene Komponenten zusammengefügt oder auseinandergenommen werden, um unterschiedliche Sheltertypen herzustellen. Egal ob als Shelter für die kleine Mittagspause mit dem Tourenpartner oder als Versammlungsshelter für bis zu sechs Personen – das Sheltersystem lässt sich beliebig gestalten und die Einzelteile lassen sich genau so beliebig auf die einzelnen Träger verteilen.

Die Aufbauschritte im Überblick

Fast Alles durchdacht

Stellt man den Shelter zum ersten Mal auf, ist ein bisschen logisches Denken gefragt. Beim zweiten Durchlauf führen ein paar routinierte Handgriffe jedoch schnell zum Ziel. Die Verbindung der einzelnen Elemente durch Reißverschlüsse und Klettbänder finde ich gut gelöst. Man sollte jedoch immer bedenken: Es handelt sich um ein Shelter, kein doppelwandiges Expeditionszelt. Daher kann es natürlich passieren, dass Feuchtigkeit durch die Klettverschlüsse ins Innere gelangt.

Die einzelnen Elemente sind so aufeinander abgestimmt, dass sie sich schnell zusammen bauen lassen. Auch der Boden des Shelters ist schnell und einfach verlegt und positioniert. Ein wenig fummeliger ist jedoch die mitgelieferte Verbindungshilfe für die Trekkingstöcke, die sog. Pole Union. Die beiden Verbindungstachen und die daran befindlichen Kompressionsriemen reichen meiner Meinung nicht aus, um die Stöcke wirklich fest miteinander zu verbinden. Gerade in der ersten Regen-Nacht stand ich kurz davor, meine Notfall-Kabelbinder zur Hilfe zu nehmen.

Auch auffällig ist, dass es an den einzelnen Elementen des Sheltersystems keinen Eingang gibt. Dieser ist wohl zum Opfer der Modularität geworden, was aber mit sich bringt, dass jeweils ein Element vom anderen gelöst werden muss, wenn jemand ins oder aus dem Shelter möchte.

Fazit nach den ersten Nächten

Die ersten Nächte im Shelter liegen nun hinter mir und das System hat getan, was es soll: Mich vor Wind und Wetter geschützt. Auch eine Regennacht habe ich im Inneren gut und trocken überstanden, allerdings hatte ich mehrfach Angst um die Verbindung der Trekkingstöcke. Bisher habe ich den Shelter nur zwei Mal aufgebaut, jedes Mal mit fünf Segmenten, d.h. zwei Double- und ein Single-Element. Dabei ging der Aufbau immer leichter von der Hand.

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Axel ist unser Spezialist für Ausrüstung, Wandern & Trekking und Hochtouren. Seit kurzem ist er auch dem Trailrunning, dem Mountainbike und Ski fahren verfallen. Er rief die Outdoorseite 2009 ins Leben und arbeitet als Erlebnispädagoge bei der Abenteuerschmiede. Du findest ihn auch auf Facebook, Google+ und bei Twitter.
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